Presse

Projekt des Bremer Jugendrings stieß auf große Resonanz / Einladung in Ausschuss

 


Der Dreifach-Boxweltmeister Markus Beyer (kam in Begleitung von Freundin und Mr. President-Sängerin-Lady Danii), der sich im Rahmen eines Selbstverteidigungsprojekts engagieren will, ging mit seinen jungen Fans auf Tuchfühlung.

VON REGINA DRIELING

Jugendliche schwangen kürzlich den Kochlöffel, um ihre Besucher kulinarisch zu verwöhnen. Zwischen gefüllten Weinblättern und Leberkäse auf Laugenpraline suchten sie außerdem das Gespräch mit Politikern.

Nord Lachs-Gurkenroulade mit Meerrettichsahne gefällig? Oder statt dieser schwedischen Spezialität doch lieber ein Wiener Schnitzel, oder vielleicht scharfe Polentaecken polnischer Art?
Quer durch europäische Speisekarten kochten sich kürzlich Jugendliche aus unterschiedlichen Nationen im Vegesacker Bürgerhaus. Das Projekt des Bremer Jugendrings
in Kooperation mit der Akademie Überlingen, den Jugendclubs Lilas Pause und Hafen Höft der AWO Bremen sowie dem Kulturbüro Bremen- Nord lockte zudem viele Politiker an, die es schmecken ließen.
Unter anderem Vegesacks Ortsamtsleiter Heiko Dornstedt, die Bürgerschaftsabgeordneten Ulrike Hiller (SPD), Inga Nitz (Linke), Dr. Maike Schaefer (Grüne) und Vertreter des Beirats Vegesack waren aber nicht nur zum Essen, sondern auch zum Diskutieren gekommen.
Die Jugendlichen wollten von den Bremer Politikern unter anderem wissen, welche Bedeutung die EU für ihr Leben vor Ort hat, und welche Konzepte es gibt, um Jugendliche zu unterstützen. Umgekehrt erfuhren die Volksvertreter, welche Wünsche und Forderungen Jugendliche ihrerseits haben.
Dazu gehören beispielsweise zusätzliche Freizeitmöglichkeiten, aber auch Sportmöglichkeiten und -räume für junge Muslima, die kein öffentliches Fitnessstudio besuchen dürfen.
Diese und andere Themen sollen in den Sozialausschuss eingebracht werden, versprachen die anwesenden Kommunalpolitiker, die die Anliegen der Jugendlichen sehr ernst nahmen. „Es ist ein großer Erfolg, dass ich für den Bremer Jugendring gemeinsam mit den Jugendlichen aus den Jugendtreffs der AWO, Lilas Pause und Hafen Höft, eingeladen wurde, mit den Verantwortlichen in Vegesack weiter an den Wünschen und Ideen zu arbeiten”, erklärte Angela Ruess vom Bremer Jugendring.
Ein weiteres Highlight für die Jugendlichen war der Besuch von Box-Champion Markus Beyer, der mit seiner Freundin, der Mr.-President- Sängerin Lady Danii, ebenfalls zum „European-Eat-Abend” ins Bürgerhaus kam. Der dreifache Weltmeister im Supermittelgewicht versprach, sich an einem Selbstverteidigungsprojekt für die jungen Leute in Bremen-Nord zu beteiligen.

www.weserreport.de

jw

JUGENDLICHE KOCHEN EU-GERICHTE FÜR POLITISCHE

» Weserkurier 31.01.2010

20 Jugendliche kochten elf EU-Gerichte für politische Vertreter

 


Dieser Tage im Bürgerhaus: emsiges Treiben in der Küche. MES•FOTO: IRIS MESSERSCHMIDT

Von Iris Messerschmidt
Vegesack. Manchmal geht eben nicht nur die ‘Liebe’ durch den Magen – das zeigte sich jetzt im Bürgerhaus. 20 Jugendliche bewährten sich drei Stunden lang in der Großküche. Ergebnis: Lukullische Köstlichkeiten vom Leberkäse auf Laugenpraline bis hin zu Garnelenspießen, die den geladenen politischen Vertretern mit Wünschen und Forderungen serviert wurden. Dafür gab es eine Gegeneinladung: In den Sozialausschuss.
‘European Eat Art’ heißt das von der EU geförderte Projekt, das erstmals im Gustav-Heinemann-Bürgerhaus in Kooperation des Bremer Jugendrings, der Akademie Überlingen, den Jugendclubs Lilas Pause und Haven Höövt, der AWO Bremen und dem Kulturbüro Bremen-Nord veranstaltet wurde.

‘Eine rundum gelungene Sache’, befand am Ende nicht nur Organisatorin Angela Ruess vom Bremer Jugendring. Für den Staatlich geprüften Lebensmitteltechniker und Ausbilder im Küchenbereich, Stephan Suhrkamp, waren die Küchenstunden mit den Jugendlichen: ‘Sehr anstrengend, aber Erfolg versprechend.’

Die Wärme, der Dampf, die Hektik, die die Jugendlichen auf engstem Raum beim Umgang mit riesiger Kipppfanne, Töpfen so groß wie Papierkörben oder Profi-Backofen über Stunden begleitete, erlebten die Politiker nicht.

Dafür präsentierten sich ihnen die Endergebnisse. Elf Gerichte aus elf Nationen, darunter beispielsweise gefüllte Weinblätter mit Hackfleisch aus Griechenland, Huhn in Pflaumensauce aus den Niederlanden, Flaounes aus Zypern oder Lachs-Gurkenroulade mit Meerrettichsahne aus Schweden. ‘Sehr geeignet, um sich eine größere Konfektionsgröße zuzulegen’, meinte Heiko Dornstedt zu den ‘extrem leckeren’ Köstlichkeiten.

Neben dem Vegesacker Ortsamtsleiter waren auch Ulrike Hiller, Inga Nitz, Maike Schaefer, Iris Spiegelhalter-Jürgens, Manfred Wemken, Thomas Pörschke sowie Boxtrainer Marco Gevatter und der dreifache Box-Weltmeister Markus Beyer zum Essen geladen. ‘Vieles war bekannt, doch es gab auch einiges, das neu war’, lautete Dornstedts Fazit. Das bezog sich am Ende der Veranstaltung nicht nur auf das Essen.

An verschiedenen Tischen hatten sich nämlich die geladenen Gäste und Jugendlichen in bunter Reihe zusammengesetzt, um beim gemeinsamen Genießen über Ideen und Ansichten, über EU-Politik und regionale Umsetzungsmöglichkeiten zu diskutieren. ‘Manche Wünsche der Jugendlichen an den Stadtteil Vegesack sind nicht neu’, weiß Heiko Dornstedt. Bezahlbare Freizeitmöglichkeiten wie Kino, Bowling oder Disco werden auch immer wieder im Kinder- und Jugendforum diskutiert.

‘Es gab allerdings auch Wünsche und Forderungen, von denen hatte ich in dieser Form noch nie etwas gehört, geschweige denn, von Problemen geahnt.’ Dazu gehörte beispielsweise ein Raum für muslimische Mädchen, ‘in dem sie ohne Beobachtung durch andere Sport treiben können.’

Ein weiterer wichtiger Punkt für die Jugendlichen war die Beratung bei der Bagis: ‘Die sollte jugendgerechter werden, sich auf die besonderen Problemlagen jugendlicher Arbeitsloser einstellen.’ Ein eigens dafür eingesetzter ‘Jugendberater’ wurde von den Jugendlichen gewünscht.

Die Fragen, beziehungsweise Forderungen an die Politik hatten die Jugendlichen schriftlich festgehalten. Da gab es so manchen Punkt, über den besonders gut nachgedacht werden sollte, beispielsweise: ‘Vorurteile gegenüber gewissen Wohnquartieren, zum Beispiel Grohner Dühne, abbauen. Adressen oder Lebensumfeld dürfen sich nicht negativ bei der Lehrstellen- oder Arbeitsplatzsuche auswirken.’ Allgemein war überhaupt der Abbau von Vorurteilen ein großes Thema.

‘Wir werden die einzelnen Themengespräche an den Tischen jetzt auswerten’, erläuterte Angela Ruess. Erste Erfolge sind allerdings schon jetzt sichtbar. Heiko Dornstedt versprach, die Jugendlichen zur nächsten Sozialausschuss-Sitzung einzuladen, ‘damit gemeinsam mit den allen politischen Vertretern über mögliche regionale Umsetzungen gesprochen werden kann.’

Bürgerschaftsabgeordnete Maike Schaefer möchte den gelungenen Abend weiter fortsetzen. Laut Angela Ruess sei dabei ein fleischloser Abend angedacht: ‘Sozusagen ein ,grünes Essen? mit Jugendlichen und Jens Böhrnsen.

www.weser-kurier.de

jw

AUFWÄRTSHAKEN SCHAFFEN SOZIALKOMPETENZ

» Weser Kurier 11.12.2009

Teilnehmer der Box-Gym-Programmes feiern am Pumpelberg Trainingsabschluss mit Schlemmerbüfett

 


Oben: Daniela Haak leitet das Abschlusstraining. Unten: Trainingsvorbereitung mit dem Weltmeister Markus Beyer. CVA-POTO: Christian Valek

Von Christian Valek
Osterholz-Scharmbeck. Mit Trainingseinheit und Schlemmerbüfett haben sich Macher und Teilnehmer des Box-Gym-Projektes in den Jahreswechsel verabschiedet. Zur Abschlussveranstaltung schauten Freunde, Eltern sowie Vertreter aus Politik und Rathaus im Jugendhaus am Pumpelberg vorbei.

Fast schon routiniert wickeln die Kinder und Jugendlichen vor Trainingsbeginn die Bandagen um ihre Fäuste. Hier und da muss Box-Champion Markus Beyer und seine Partner von der Veranstalterfirma „12Rounds” ihren Schützlingen assistieren, dann heißt es Aufwärmen. Mit Wechselschritten auf der Stelle machen sich die etwa 40 Teilnehmer in einem weiten Kreis warm. Beyer und seine Trainer halten den jungen Sportlern Schlagkissen vor den Körper. Bei den anschließenden Fauststößen korrigieren sie die Körperhaltung der Sprösslinge. „Sport baut Aggressionen ab. Bei uns können sich die Kinder richtig austoben und am Ende sind sie ruhiger”, erzählt Beyer über sein sportliches Jugendprojekt.
Seit April des Jahres trainieren die Kinder zwei Mal in der Woche, jeweils 90 Minuten lang, in der Sporthalle des Jugendhauses am Pumpelberg. Das Programm ist eines von insgesamt 17 so genannten Microprojekten, mit denen die Stadt unter anderem auf das Motto „Sport gegen Gewalt” setzt. Das präventive wird unter anderem vom europäischen Sozialfonds für Deutschland (EFS) sowie vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert. Auch die Stadt Osterholz-Scharmbeck setzt als Unterstützer auf das von ESF geförderte Programm „Stärken vor Ort”. „Die Stadt zieht einen Vorteil daraus, dass die Teilnehmer hier lernen, mit sich und ihrer körperlichen Kraft umzugehen. Beim Boxen erfahren sie , sich gegenseitig in Fairness zu messen”, sagt Osterholz-Scharmbecks erster Stadtrat Jörg Fanelli-Falcke. Diese Erfahrung von Fairness und Akzeptanz würde sich auf den Alltag übertragen lassen, so der Stadtrat.
Markus Beyer und seine Mitstreiter haben unter den Teilnehmern große Fortschritte ausgemacht und sogar Box-Talente erspäht. Beyer habe bereits mit Vereinen Kontakt aufgenommen. Auch Cheftrainer Marco Gevatter hat in den vergangenen Wochen manche positive Wandlung bei vielen Teilnehmern ausgemacht. Sportkursus und Trainingsprogramme halfen einigen, zurück in die Spur zu finden. „Fehlschläge aus dem Elternhaus oder Schule bleiben bei den Kindern tief hängen. Mit dem Sport haben viele gelernt, wieder an sich zu glauben. Sie haben in den vergangenen Wochen Ausbildungsplätze und Praktika ergattert”, weiß Cheftrainer Gevatter.
Die Abschlussveranstaltung zum Jahresende sei für viele Kinder etwas Besonderes. „Einige Kinder und Jugendliche kennen das gar nicht von zuhause. Es ist eine schöne Abwechslung für unsere Teilnehmer”, sind Beyer und Gevatter überzeugt.
Daniela Haak, die viele Trainingseinheiten am Pumpelberg geleitet hat, sieht das anschließende Büfett nach der Trainingseinheit als Belohnung für die Treue und den regelmäßigen Einsatz ihrer Schüler. Bemerkenswert: Haak, Beyer und Gevatter mussten sich um nichts kümmern. Die Kinder und Jugendlichen hätten selbst für Kuchen Brötchen, Salate, Würstchen und Getränke gesorgt. Das Gelingen sei ein Zeichen gesunder Eigeninitiative. „Wir machen die Mischung aus Training und Weihnachtsfeier, damit sich die Jugendlichen selbst mal etwas gönnen können. Sie erwerben bei uns Sozialkompetenzen, damit es im Alltag und in der Schule besser läuft”, erklärt Haak. Eltern unterstützen das Sport-Projekt. „Meine Tochter ist begeistert und kommt gern hierher. Eine tolle Sache, dass es angeboten wird”, sagt Britta Spalthoff.

www.weser-kurier.de

am

SELF DEFENSE VERANSTALTET BENEFIZGALA

» Marco Gevatter 02.11.2009

Erlös geht an KlinikClowns e.V., die Lachen als Therapie einsetzen

 


Die KlinikClowns bringen Freude und Heilung in Krankenhäuser und Altenheime. Foto: Archiv

Waldtrudering – Lachen als Therapie wird seit 1986 in den USA undEuropa erfolgreich eingesetzt. KlinkClowns versuchen, kranken Kindern den Heilungsprozess zu erleichtern. Aber auch Langzeitpatienten mit schweren Erkrankungen, für die Abwechslung besonders wichtig ist, besuchen die KlinkClowns.
KlinkClowns findet man in der Chirurgie, der Onkologie und der Infektiologie. Self Defense Germany Federation e. V. – BBi Deutschland und Benefiz Deutschland.de wollen diese Idee in Zukunft mithilfe der Waldtruderinger Kampfsportler und Geschäftsleuten tatkräftig unterstützen. Die Besuche der KlinikClowns helfen Kindern , Erwachsenen, Eltern und auch dem Personal, mit Lachen und Spaß für einen Moment dem Alltag zu entfliehen. Aus diesem Moment entsteht neue Hoffnung, ergibt sich neuer Lebensmut, stärktsich das Immunsystem und er führt aus dem Gefangensein im eigenen Schicksal.
Für dieses Wirken der KlinikClowns sorgt der Verein KlinikClowns e.V. undals die Idee der 1. Waldtruderinger Kampfsport-Weihnachts-Gala 2009 geboren war, die Self Defense Germany Federation e.V. zusammen mit Benefiz-Deutschland e.V. veranstaltet, war sofort klar, dass dieses Wirken im höchsten Maße förderungswürdig ist. So hat Self Defense diesen Kampfsport-Event in den Dienst der KlinikClowns gestellt.
„Trainieren um stark zu werden und wenn wir es sind, bescheiden zu leben und den schwachen zu helfen“ ist ein Motto, das sich alle Kampfsportler immer zu Eigen gemacht haben und hier ist eine Möglichkeit für Jedermann zu helfen und diese Veranstaltung zu unterstützen.
Als Highlights dieser Veranstaltung werden im ganztägigen Seminar-Programm die 16-fache Weltmeisterin im Freestyle Martial Arts MISS EMMA ELMES aus England , der 3-fache Welter, Boxweltmeister MARKUS BEYER, Stilbegründer und Selbstverteidigungs-Experte Großmeister MARCO GEVATTER aus Bremen, sowie der international Ausgezeichnete Teakwon-Do System-Großmeister, Hall of Fame Mitglied und deutsche Combat Hapkido Pioneer GREGOR HUSS mit vier abwechslungsreichen Lehrgängen die erwarteten Teilnehmer jeden Alters aus verschiedenen Stilrichtungen und Kampfsystemen unterhalten. Mit dabei ist auch die Tanzgruppe vom Waldtruderinger Ballett & Tanzforum an der Wasserburger Landstraße und andere lokale Vereine.
Am Abend wird ab 19.30 Uhr eine Weihnachts-Gala mit 120 geladenen Gästen aus Sport, Politik und Geschäftswelt dazu beitragen, dass dieser Abend mit außergewöhnlicher Floor-Show aus Kampfsport, Sport und Kunst zu einem unvergessenen Erlebnis wird.

www.benefiz-deutschland.de

jw

TRAINING MIT DEM BOXWELTMEISTER

» BoxSport 01.11.2009

 

Das ist die Chance für alle Box-Begeisterten! Am 21. November haben Interessenten die Chance mit Ex-Weltmeister Markus Beyer zu trainieren. Der dreimalige Supermittelgewichts-Weltmeister gibt in Dortmund einen Box-Workshop. Der 38-jährige wird dabei den richtigen Stand, Schrittfolgen, Meidbewegungen, Boxtechniken sowie die Pratzenarbeit vermitteln.
Stattfinden wird der Wörkshop am 21.11. ab 15.00 Uhr im Soccer City Center in der Körnebachstr. 102, 44143 Dortmund. Alle Interessenten werden gebeten, sich frühzeitig verbindlich anzumelden. Dies kann im Internet unter www.markus-beyer-boxen-workshops.com getan werden. Bei Voranmeldung betragen die Kosten 65 Euro, entscheidet man sich zu einer spontanen Teilnahme am Veranstaltungstag liegen sie bei 70 Euro. Die Zuschauereinnahmen (10 Euro pro Person) werden komplett an die Aktion Kampfkunst vs. Kinderleukämie in Dortmund gespendet.
Nach dem Workshop bekommen alle Teilnehmer eine Urkunde verliehen. Zeit für Autogramme und Fotos mit Markus Beyer verbleibt ebenfalls.
Es ist das erste Mal, dass K-1StarsLive.com einen Workshop mit einem Profiboxer veranstaltet. Zuvor haben sie bereits mit einigen K-1-Größen zusammengearbeitet.

www.box-sport.de

jw

EX WELTMEISTER MARKUS BEYER ZUM SUPER SIX

» Spox.de 15.10.2009

“Mikkel Kessler ist der Topfavorit!” Markus Beyer war Weltmeister im Supermittelgewicht. Grund genug für SPOX, mit ihm über das anstehende Super-Six-Turnier, den Kampf zwischen Arthur Abraham und Jermain Taylor, Abrahams Umstellung auf die höhere Gewichtsklasse und das eigene Interesse an einem Super-Six zu sprechen.

 


Markus Beyer boxte vor drei Jahren Mikkel Kessler, Abrahams vielleicht größten Konkurrenten

SPOX: Wie sehr freut sich der Boxfan in Ihnen auf das Super-Six-Turnier?

Markus Beyer: (lacht) Eigentlich bin ich selbst ja gar kein Boxfan. Aber das ist eine tolle Sache. Das neue System bringt frischen Wind in das Boxen. Fraglich ist, ob die Attraktivität über die Gesamtdauer von eineinhalb Jahren hinweg gehalten werden kann. Ich weiß nicht, ob das die Zukunft des Boxens sein wird, weil es ja zwischen den Weltverbänden immer Animositäten und Interessenskonflikte gibt. Deshalb ist es umso erstaunlicher, dass dieses Turnier zustande kam.

SPOX: Hätten sie während ihrer aktiven Karriere auch gerne an einem solchen Event teilgenommen?

Beyer: Auf jeden Fall. Wenn die Möglichkeit da gewesen wäre, hätte ich sicher mitgemacht.

SPOX: Von Gedankenspielen in die Realität: Arthur Abraham und Jermain Taylor machen am Samstag in Berlin den Anfang. Wie wird König Arthur Ihrer Meinung nach mit dem Wechsel ins Supermittelgewicht klar kommen?

Beyer: Rein körperlich hat er nun andere Kaliber vor sich stehen als bisher im Mittelgewicht. Wenn ich da nur an Mikkel Kessler denke, den ich ja selbst geboxt habe. Das ist ein Pfund. Ein weiterer Nachteil ist natürlich die Körpergröße – er ist kleiner als seine Kontrahenten und muss das durch Schnelligkeit wettmachen.

SPOX: Abraham selbst hat gesagt, dass ihm der Schritt nach oben gut tut.

Beyer: Für ihn ist es auf jeden Fall eine Erholung, weil er nicht mehr so viel Gewicht machen muss. Er fühlt sich so wohler. Das kenne ich auch aus meiner Karriere. Das ist einfach der unangenehmste Teil des Jobs.

SPOX: Trotz dieses Schrittes, wie schätzen Sie die Chancen von Abraham gegen Taylor ein?

Beyer: Das wird ein sehr interessanter Kampf. Bei Taylor wird es ganz stark davon abhängen, wie gut er vorbereitet ist. Das ist bei Amerikanern eine Sache, die man nie ganz genau beurteilen kann. Aber ich gehe davon aus, dass er durch das Turnier seine Chance wittert, wieder voll durchzustarten. Taylor hat mit Bernard Hopkins einen überragenden Boxer zwei Mal geschlagen. Das sagt viel über ihn aus. Wenn Jermain taktisch gut eingestellt ist, hat er gute Chancen, den Kampf zu gewinnen.

SPOX: Können Sie etwas über die Stärken und Schwäche von Jermain Taylor sagen?

Beyer: Ich denke, er ist physisch nicht so stark wie Abraham, aber er hat eine unglaubliche Erfahrung in großen Kämpfen.

SPOX: Sie haben den Größennachteil angesprochen: Wie muss Abraham einen größeren Kämpfer wie Taylor boxen?

Beyer: Arthur wird deutlich mehr agieren müssen als zuletzt im Mittelgewicht. Er war oft in den ersten Runden zu inaktiv und hat die Kämpfe nur über seine starke Physis und seinen Punch gwonnen. Das kann so gegen Taylor gefährlich werden.

SPOX: Viele Experten sehen in Abraham trotz allem den Turnier-Favoriten. Sie auch?

Beyer: Für mich ist Mikkel Kessler der absolute Favorit. Er ist ein gestandener Supermittelgewichtler und der kompletteste Boxer von allen. Chancen haben aber alle, die antreten. Sollte Taylor gegen Abraham gewinnen, wird er sofort zum Geheimfavoriten. Für mich ist Andre Ward die größte Unbekannte. Olympiasieger wird man nicht im Vorbeigehen. Da muss also viel Potential da sein.

SPOX: Hat Abraham gegen die Supermittelgewichtler die Power für zwölf Runden?

Beyer: Doch, auf jeden Fall bringt er genügend Power mit. Dass weiß ich aus dem Sparring mit ihm. Vor allem, da er nicht mehr so viel Abnehmen muss. Das ging zuletzt ja auch auf Kosten der Power und Ausdauer, deshalb musste er sich in den Kämpfen auch ab und zu ein bisschen ausruhen.

SPOX: Hätten sie als Boxer diese Phasen nicht ausgenutzt? Wie wären sie Arthur im Ring begegnet?

Beyer: Das ist eine schwierige Frage, weil Arthur mit Ulli Wegner einen echten Taktik-Fuchs in seiner Ecke hat. Ich würde aber versuchen, Arthur zu Beginn eines Kampfes unter Druck zu setzen, dass er nicht zur Entfaltung kommt. Mit den ersten gewonnenen Runden im Rücken würde ich ihn dann auf Distanz halten, ihn ins Leere laufen lassen und das eine oder andere Mal auskontern. Seltsamerweise hat noch keiner so gegen ihn geboxt, aber das ist auch leichter gesagt als getan.

Interview: Stefan Maurer

www.spox.de

jw

DER WERFER MIT DER KOKUSNUSS

» Vogtland-Anzeiger 18.08.2009

“Mit links und 40 Fieber”: Markus Beyer stellt in Lengenfeld sein Buch vor

Markus Beyer saß vor dem großen Beamer im Lengenfelder Hof und ging jede Szene mit. Er spielte mit seine Fäusten, baute die Deckung, ging mit dem Kopf hin und her. So, als wolle er sich selbst helfen. Auf der Leinwand war sein erster WM-Kampf zu sehen gegen den Engländer Richy Woodhall in Telford (England). Das war im Jahr 1999. Der Schwarzenberger wurde erstmals Weltmeister. Der Kampf eröffnet sein Buch “Mit links und 40 Fieber”. In Lengenfeld hat er es am Freitag vorgestellt.
Geschrieben hat es Monty Gräßler, Redakteur aus Oelsnitz. Er und Beyer sind seit Kindertagen befreundet. Da bot sich das Buch nach dem Ende von Beyers Karriere an. Da der Boxer, der viele Höhen und Tiefen erlebt hat, und da der Journalist, der alles notierte. Zusammen haben beide das Buch präsentiert und das in einer lockeren Atmosphäre. Beyer erzählte von den lustigsten, frustrierendsten und auch absurdesten Szenen seiner Karriere. Es war schon fast eine familiäre Runde. Nicht, weil nur knapp 40 Besucher anwesend waren, sondern weil Beyer aus dem Nähkästchen plauderte, als sei er unter Freunden und Bekannten.
Das kam bei den Zuhörern bestens an. Beyer hat jede Menge Sympathiepunkte gesammelt mit seinen Geschichten und seinem Auftreten. Da kamen zum Beispiel die Olympischen Spiele 1992 zur Sprache. Beyer musste gegen einen Kubaner boxen, “von dem ich noch nie gehört hatte. Aber das war ein Riese. Ich hatte während des Kampfes immer wieder das Gefühl, er wirft mit Kokusnüssen nach mir, so hart hat der mich getroffen”, schildert Beyer das Erlebte. Erst abends im Hotel habe er dann bemerkt, dass sogar seine Zähne auf eine schiefe Bahn geraten sind. “Vorm Spiegel im Bad habe ich sie mir dann wieder gerade gebogen. War bisschen schmerzhaft, aber sie haben zumindest gehalten – bis zum Vorjahr. Da musste einer raus.”
Seine Nase, zugegebenermaßen breiter als andere, spielte bei Olympia 1992 und 1996 auch eine Rolle. “96 haben mir die Ärzte gesagt, dass mir dieser Kubaner auch die Nase gebrochen hat. Vier Jahre wurde mir das verschwiegen. Geboxt habe ich dazwischen verdammt oft. Aber es war mein einziger Nasenbeinbruch, auch wenn es nicht so aussieht bei dieser Breite”, konnte der 38-Jährige selbst über sich lachen. -as

www.vogtland-anzeiger.de

jw

MEIN TRAINER WAR MEIST NERVÖSER ALS ICH

» Freie Presse 17.08.2009

Boxweltmeister Markus Beyer stellt sich im Lengenfelder Kulturbundgespräch vor – Buch zur sportlichen Karriere bei “Freie Presse

 


Der Reichenbacher Boxtrainer Joachim Piehler (Mitte) freut sich über ein Autogramm von Markus Beyer (rechts). Monty Gräßler (links) von “Freie Presse” ist Autor der Markus-Beyer-Biografie “Mit links und 40 Fieber”, die am Freitag im Lengenfelder Kulturbundgespräch ebenfalls mit vorgestellt worden ist. Foto: Franko Martin<br />

Lengenfeld. Wie aus einer zufälligen Kindergartenbekanntschaft zweier Erzgebirger eine Freundschaft wurde, haben “Freie Presse”-Redakteur Monty Gräßler und Box-Weltmeister Markus Beyer am Freitagabend eindrucksvoll im Lengenfelder Kulturbundgespräch geschildert: Sie stellten das im Chemnitzer Verlag erschienene Buch “Mit links und 40 Fieber” vor, das während vieler persönlicher Begegnungen entstanden ist. Monty Gräßler hat darin die außergewöhnliche Karriere des Boxweltmeisters dargestellt. Markus Beyer hatte zuvor schon ein ähnliches Angebot für ein Buch sausen lassen: “Aber hier hat einfach die Chemie gestimmt”, sagte er.

Die Gäste haben im Kulturbundgespräch einen sympathischen jungen Sportler kennengelernt. Der Weltmeister gab sich frei von Starallüren und verleugnete seine Herkunft nicht. Das Publikum brachte mit vielen Fragen und Meinungsäußerungen seine Hochachtung vor den sportlichen Leistungen des 38-Jährigen zum Ausdruck. Beim Video vom Weltmeisterschaftskampf gegen Richard Woodhall in Telford 1999 fieberten die Zuschauer neuerlich mit, obwohl ihnen der Ausgang des Duells bereits wohl bekannt war. Als die Wiedergabe nach der dritten Runde stoppte, gab es Proteste, denn einige hätten sich gern noch die restlichen neun Runden angeschaut.

Joachim Piehler aus Reichenbach erkundigte sich bei dieser Gelegenheit nach den Trainingsunterschieden zwischen Amateur- und Profisport und wurde über die intensiveren Vorbereitungen auf den Profikampf informiert. Auch Frauen, die etwa 50 Prozent der Gäste ausmachten, gaben sich als Freunde des Boxsports zu erkennen: Eine Lengenfelder Seniorin gestand zur Freude des Publikums, dass sie wegen Markus Beyer gern nach Schwarzenberg gezogen wäre, aber doch ein bisschen alt dafür war.

Markus Beyer wurde nach seinen Wahrnehmungen im Ring gefragt, wenn Trainer Ulli Wegner seine Anweisungen lautstark zum Ausdruck brachte. “Sie haben mir immer leid getan, wenn er so geschrieen hat”, sagte eine Lengenfelderin. Der Boxweltmeister konnte sie beruhigen: “Mein Trainer war meist nervöser als ich. Allerdings höre ich seine Stimme und die meines Vaters aus allen anderen Geräuschen heraus, wie laut es auch gewesen ist”, so Beyer. Auf die Frage, ob denn die Schläge schmerzhaft sind und einem der Gegner hinterher leidtue, antwortete der Box-Profi: “Ein schlechtes Gewissen braucht man nicht haben, denn der Gegner will doch auch nur schlagen.”

Am Ende der zwei unterhaltsamen und informativen Stunden zog der Kulturbundvorsitzende Gottfried Selbmann ein Fazit: “Ich hatte mir größeren Andrang erhofft und kann nur alle die bedauern, die heute nicht gekommen sind. Es war ein netter und unterhaltsamer Abend.”

Stimmen:

Frieder Spitzner, Ellefeld: “Man muss die Leute schon bewundern, die ihren Kopf hinhalten und sich schlagen lassen. Die Veranstaltung hier ist sehr unterhaltsam, auch wenn Boxen nicht mein Lieblingssport ist.”

Winfried Scholz, Lengenfeld: “Der Abend mit Weltmeister Markus Beyer ist auf jeden Fall eine Bereicherung und etwas Besonderes.”

Joachim Piehler, Boxtrainer bei der SG Blau-Weiß Reichenbach: “Ich kenne schon den Vater von Markus Beyer, denn wir haben mit Reichenbacher Boxern auch schon in Schwarzenberg geboxt, wo er Trainer ist. Den heutigen Abend hatte ich mir extra frei gehalten.”

Johannes Hedrich, Lengenfeld: “Man kennt Markus Beyer vom Fernsehen, aber ihn hier zu erleben ist etwas anderes. Ich komme selten zu den Kulturbundgesprächen, aber das hat mich interessiert.”

Von Petra Steps

www.freiepresse.de

jw

MARKUS BEYER VERANSTALTET BENEFIZ

» Freestile24.de 30.06.2009

Profi Weltmeister Markus Beyer veranstaltet Benefiz für Special Olympics Nähe Bremen

 

Die “Special Olympic Games 2010″, welche in Bremen statt finden werden, durch eine möglichst große Spende zu unterstützen war ihm dieses Mal ein Anliegen. Der Landrat Dr. Jörg Mielke, eröffnete am Samstag Vormittag dieses “Kampfsport Special” bei dem Großmeister aus verschiedenen Teilen Deutschlands Seminare abhielten und ihre Stile vorstellten.
Großmeister Bernd Höhle war mit mehreren seiner Meister aus der MAA-I angereist, unter anderem mit Jörg Aderhold von San-Jitsu-Ryu aus Leopoldshöhe, Renshin Hamadi Silini von Mushin e.V. Aus Stadthagen und Arjan Ralf Kussler. Aus München kam Großmeister Gregor Huss von Self Defense Germany mit seinem Instructor Team, Manfred Hämpel und Alexandra Hose.
Obwohl im Umfeld an diesem Tag auch noch viele andere Aktivitäten wie Hüpfburg und eine Art Bunjee Springen angeboten wude, eine tolle Modenschau für die etwas “molligeren” und “Entenangeln” für die Kinder, stand doch dieser Samstag zumindest tagsüber ganz im Zeichen des Kampfsports und die zahlreichen anwesenden Teilnehmer kamen voll auf ihre Kosten. Nach der Ansprache des Veranstalters, in der er nochmals den karitativen Sinn dieser Veranstaltung hervorhob und des Landrats begann Gregor Huss mit seinem Selbstverteidigungs Lehrgang in Combat Hapkido. Assistiert wurde ihm dabei von seinen Teammitgliedern. Dann folgte der Karate Lehrgang von Renshi Hamadi Salini und das Muay Thai Seminar von Arjan Ralf Kussler. Gegen 15 Uhr dann war der Box Weltmeister an der Reihe. Mit ihm gestaltete das Seminar die sympathische und kompetente Daniela Haak, Fachsporttrainerin der BUDDY KIDS, für TeenDefence und Ladys Fight und brachte die Halle zum rocken.
Diesen großartigen Nachmittag beendete würdig der weltbekannte Großmeister Bernd Höhle und RJörg Aderhold und dem vorgestellten System San-Jitsu-Ry. Dann begann bereits das Rahmenprogramm mit dem mehrfachen Europameister und Deutschen Meister im Kunstradfahren Florian Blümmel, der seine Kusntstück vorzeigte und im Anschluß daran hiess es nochmals Kampfkunst “Ahoi” mit der Waffenvorführung von Stephan Dithmar, die ihm eine Zugabe und tosenden Beifall brachte.
Am Abend rockten die Band “Narrow Minded Townsmen” und anschließend “The Rockalots”. Am Sonntag gings weiter mit “Kickstart” Rock’n roll aus dem Norden und einem bunten Programm für Kinder. Alles in Allem war dies eine Veranstaltung die ihresgleichen sucht und an dieser Stelle wollen wir von Self Defense Germany uns nochmals herzlich bedanken, dass wir Teil dieses Programms sein konnten.
Ein toller Tag im Zeichen der Martial Arts bei dem es sich wiederum zeigte, wie toll Kampfsportmeister der verschiedensten Stile und Organisationen zusammen arbeiten können, wenn nur der Wille da ist. Dies belegen auch die Interviews und Komentare der Großmeister und Gäste die demnächst hier auf Self Defense Germany abgerufen werden können.
Bilder von der Veranstaltung sind hier in der Bildergalerie auf Self Defense Germany von registrierten Mitgliedern anzuschauen, die Videos können ebenfalls hier aufgerufen werden. Auf Grund des erhöhten Aufwands werden diese Video Clips immer dann eingestellt wann sie jeweils fertig sind.
Das registrieren ist absolut kostenfrei und unproblematisch

www.freestile24.de

jw

WESER ELVIS UND MUSICAL COMANY RETTEN ABEND

» Osterholzer Kreisblatt 30.06.2009

Benefiz-Wochenende zugunsten der Special Olympics in Pennigbüttel: Künstler springen nach Absage von „Art of Musical“ spontan ein.

 


(oben) Der Popchor Ladylike e.V. mit seiner Leiterin Angela Petermann (vorne, Mitte) unterhielt das Publikum zum Abschluss des Benefiz-Wochenendes. (unten) Thomas Blaeschke, Christina Maria Brenner und Sara Dähn begeisterten die Zuschauer. FOTOS: HELMUT MEINERLING

Von Helmut Meinerling
Osterholz-Scharmbeck. Die langen weißen Handschuhe zum kleinen Schwarzen: Nicht nur aktuelle Musik wurde vom Frauen-Popchor „Ladylike e.V.“ geboten, sondern auch das Outfit mit entsprechender Choreografie kam bei den rund 70 Besuchern der von der Benefiz-OHZ organisierten Veranstaltung zugunsten der Special Olympics super an. 25 Sängerinnen des insgesamt aus 37 Aktiven bestehenden Chores waren nach Osterholz-Scharmbeck gekommen, um im Rahmen der Benefiz-Veranstaltung ihr Können zu präsentieren.
Der erst seit April 2008 bestehende Chor hat sich zum Ziel gesetzt, die Freude am Singen in der Gruppe zu leben und zu fördern sowie andere durch den Gesang zu begeistern. Dies Ziel wurde dann auch von den Ladys erreicht. Mit Stücken wie „Dancing Queen“, „Eternal Flame“, „Don’t stop me now“ oder „Kiss from a rose“ brachten sie Lieder, die (fast) jeder im Publikum mitsingen oder zumindestens mitsummen konnte. Beim „You are the new day“ von den King Singers kam dann etwas besinnlichere Stimmung auf, die aber durch „Celebration“, das als Zugabe gegeben wurde, sofort wieder lebhaft und fröhlich wurde.
Die Zuschauer klatschten mit und waren begeistert. Zum Beispiel Jürgen Schröder: „Spitzenleistung, was die Ladys bieten; vor allem, wenn man bedenkt, dass sie erst ein gutes Jahr zusammen singen“. Es war der fünfte öffentliche Auftritt des Chors, und so ist es nicht verwunderlich, wenn die Chorleiterin Angela Petermann gestand: „Natürlich sind wir alle sehr aufgeregt. Aber das legt sich, sobald wir das erste Lied singen“. Sie erläuterte, dass der Chor als Verein eingetragen wurde, um ihn rechtlich abzusichern. Auch eine Versicherung konnte so einfacher abgeschlossen werden. Die Sängerinnen traten unentgeltlich auf – so wie alle anderen Mitwirkenden der unter der Schirmherrschaft von Landrat Dr. Jörg Mielke stehenden Veranstaltung.
Petermann bedauerte aber, dass die Klaviermusik vom Band eingespielt werden musste. „Das machen wir sonst bei Auftritten nie.“ Am Sonntag musste blieb dem Chor nichts anderes übrig – denn geplant war, dass der Pianist der nachfolgenden Gruppe „Art of Musical“ zuvor für die „Ladys“ spielen sollte. Der Pianist erkrankte, und so musste nicht nur der Frauenchor zur Musik aus der Konserve singen, es fiel auch der Auftritt der Gruppe „Art of Musical“ aus. So hatten die Veranstalter alle Hände voll zu tun, um auf die Schnelle einen Ersatz für die Musical-Show zu organisieren.
Thomas Rühl, einer der Verantwortlichen, betonte: „Die Leute, die bereits Karten gekauft haben, bekommen natürlich ihr Geld zurück. Wir hoffen allerdings, dass der eine oder andere darauf verzichtet oder einen Teil des Eintritts als Spende gibt“.
Die Einnahmen fallen ohnehin geringer aus, als Rühl und seine Mitstreiter gehofft hatten. Aufgrund des schönen Wetters ging der ursprünglich in der Flohmarkthalle vorgesehene Auftritt der Gruppe „Ladylike e.V.“ unter freiem Himmel über die Bühne – wurde deshalb das geplante Eintrittsgeld in Höhe von 15 Euro nicht kassiert. „Einige Einnahmen werden wir aus den verkauften Getränken erhalten, wir haben Sponsoren für die Werbebanner und für die Flyer gefunden, und die auf dem Freigelände vertretenden Stände werden auch einen Teil ihrer Einnahmen abgeben, zeigte sich Rühl trotzdem guter Dinge, noch Geld für die Special Olympics National Games 2010 in Bremen zusammen zu bekommen.
Als Ersatz für „Art of Musical“ sprang kurzfristig Guido Regenhardt alias „Weser- Elvis“ ein. Die Veranstalter telefonierten zudem mit der Bremer Musical Company und bekamen auch von dieser Seite spontan Hilfe zugesichert. Während Regenhardt noch bekannte Hits des großen Vorbilds sang, kam bereits der Intendant des Waldautheaters und Leiter der Bremer Musical Company Thomas Blaeschke zusammen mit Sara Dähn auf den Platz gefahren. Eine kurze Aufbauphase reichte und dann sang Sara, begleitet von Blaeschke am Piano, diverse Stücke aus der Welt des Musicals.
Sara ist mit ihren 18 Jahren bereits Mitglied der Musical Company. „Das ist eigentlich die absolute Ausnahme bei uns, normalerweise haben wir nur Sänger, deren Ausbildung bereits abgeschlossen ist“, erläuterte Blaeschke. Doch Sara sei eben ein Super- Talent, das bereits bei mehreren Wettbewerben, auch im Fernsehen, vordere Plätze erreicht habe. Mit Songs wie „Wo ist der Sommer“ und „Mamma mia“ (bei dem ein Zuschauer als ehemaliger Liebhaber mitmachen musste), riss die talentierte junge Frau das Publikum von den Stühlen. Und während sich Sara über „standing ovations“ freuen konnte, kam noch eine weitere Sängerin aus der Riege der Musical Company auf den Hof gefahren: Christina Maria Brenner, die gerade vorher noch auf der Bühne beim Stück „Non(n)sens“ gestanden hatte. Auch Brenner, die 2008 Dritte in der Sendung „ZDF Musical-Showstar“ mit Thomas Gottschalk wurde und weitere diverse Auszeichnungen erhielt, war spontan nach Osterholz-Scharmbeck gekommen, um den Veranstaltern aus der Patsche zu helfen.
Kaum aus dem Auto ausgestiegen, brachte sie Stücke wie „Die Wahrheit“ aus der Aida-Version von Elton John und „Kein wahrer Held lebt lang“ aus dem Musical „We will rock you“ von Queen zu Gehör.
So erlebte das Publikum dank „Weser-Elvis“, Thomas Blaeschke, Sara Dähn und Christina Maria Brenner trotz der Absage von „Art of Musical“ einen musikalischen Abend, der alle Anwesenden begeisterte. Übrigens, wer bei dem Chor Ladylike mitmachen möchte: Angela Petermann freut sich über Anrufe (Telefon 0421/6884927).

www.osterholzer-kreisblatt.de

jw

EINE PREMIERE MIT STARTSCHWIERIGKEITEN

» Osterholzer Kreisblatt 29.06.2009

„Benefiz-Deutschland“ organisiert Aktion für Special Olympics / Wenig Besucher / Neue Veranstaltungen geplant

 


(oben links) Florian Blümel schwingt sich für den Behindertensport in seinen Kunstrad-Sattel. (unten) Für den guten Zweck gibt der dreifache WBC-Box-Weltmeister Markus Beyer (rechts) gern ein paar Boxtipps bei Benefiz-OHZ. Schließlich hatte er die Idee zu der Veranstaltung. (oben rechts) Nachhilfe in Sachen Taekwondo gibt Gregor Huss (Zweiter von links) am Sonnabend. FOTOS:LANGE

Von Brigitte Lange
Osterholz-Scharmbeck. „Das war nur der Startschuss. Wir planen weitere Aktionen.“
Marco Gevatter, Vorsitzender des Vereins „Benefiz-Deutschland“ verbreitet Optimismus. Die Besuchermassen seien bei ihrer dreitägigen Veranstaltung „Benefiz-OHZ“ zu Gunsten der Special Olympics National Games 2010 zwar ausgeblieben. Davon ließen sie sich aber nicht entmutigen. Gleich diese Woche will sich das Organisationsteam zusammen setzen, Bilanz ziehen, Fehler analysieren und das nächste Benefiz- Projekt in Angriff nehmen.

„Das ist alles gut organisiert worden. Die haben nichts falsch gemacht.“ Sylvia Schweigel wippt zur Musik der Gruppe „Kickstart“ beim Sonntags-Frühschoppen
an der Flohmarkthalle in Pennigbüttel. Die Bands, die Freitag bei Benefiz-OHZ gespielt haben, seien ebenfalls klasse gewesen – für jede Altersgruppe etwas, schwärmt sie. Die Straßenbanner hätten sie auf die Veranstaltung neugierig gemacht. Deshalb habe sie vorbei geschaut. Dass sie Freitag und Sonntag eine der wenigen Gäste ist, versteht sie nicht. „Da wird was in Osterholz-Scharmbeck geboten, und dann kommt kaum einer. Schade.“ Mit dieser Resonanz hatten Gevatter und seine Mitstreiter, der Initiator und dreimalige WBC-Box-Weltmeister Markus Beyer, Flohmarkthallen-Betreiber Rolf Hirsch, Georg Maas von der Opferhilfe Weisser Ring, Thomas Rühl von der „city map“ -Agentur, Fischfeinkostanbieter und Veranstalter Wolfgang Teichmeier sowie Andreas Knoblich, Betreiber der Bar B52, beileibe nicht gerechnet. Sie wirken enttäuscht. Das Lächeln auf Gevatters Gesicht hat an Kraft verloren. „Ein Trost bleibt uns: Wir haben die Special Olympics National Games bekannter gemacht“, sagt Georg Maas.
„Das ist ja eine tolle Idee“, findet Regina Wasserberg als sie erfährt, dass der Erlös dem Behindertensport zugute kommt. Ihr Mann Manfred und sie hätten eine Radtour gemacht, als sie „Kickstart“ hörten. Spontan legten sie einen Stopp ein. Manfred Wasserberg nickt: „Die Musik ist nämlich richtig gut.“
„Vielleicht ist die Idee einfach zu neu“, grübelt Thomas Rennspies. Er arbeitet bei den offenen Hilfen der Lebenshilfe und ist Sonnabend mit Marcel Imbusch zur Veranstaltung gekommen. Letzterem gefällt vor allem die Schokokuss-Wurfmaschine. „Ich habe erst immer daneben geworfen“, erzählt er. Aber dann sei er besser geworden. Zur Stärkung gibt’s anschließend Crêpes „Am Besten haben mir aber die Neger-, nein, die Schokoküsse geschmeckt“, sagt Marcel Imbusch und grinst. „Vielleicht ist es nicht richtig beworben worden?“, fragt Thomas Rennspies bevor er sich mit seinem Schützling auf den Heimweg macht.
„Wir haben 10000 Flyer verteilt“, erzählt Marco Gevatter. Banner wurden aufgehängt, die Medien informiert. „Das Wetter kann es auch nicht gewesen sein“, meint Petra Bodem, die sich mit ihrem Popcorn- und Süßwaren- Stand an der Aktion beteiligt. Und der Ferienbeginn? „Einige werden ja zu Hause geblieben sein, oder?“, sagt sie.
„Es war die erste Veranstaltung dieser Art für uns“, gibt Gevatter zu bedenken. Zunächst war nur ein Veranstaltungstag geplant. Die Musiker waren von der Flohmarkthalle aber so begeistert gewesen, dass mehr und mehr Bands auftreten wollten. Das Programm wurde auf drei Tage ausgeweitet. „Trotzdem mussten wir am Ende noch einigen Gruppen absagen“, erzählt Georg Maas. Bis spät in die Sonnabend- und Sonntagnacht spielten sie. „In der ersten Nacht hörten die Bands gegen 4 Uhr auf, in der Nacht zum Sonntag war um 2.30 Uhr Schluss“, erzählt Daniela Haak, die sich um die Kasse kümmert.
Bands, Flohmarkt, Bier- und Imbissbuden, Popcorn- und Softeisstand, Schokokuss- Wurfmaschine, Trampolin und Fahrradparcours – innerhalb von drei Tagen tragen all diese Aktionen dazu bei die Kasse für die Special Olympics National Games zu füllen. Die Boutique Kai, die Sonnabend ihre Modells über den Laufsteg schickt, engagiert sich ebenso wie die Kampfsport-Referenten, die Sonnabend ein mehrstündiges Schnuppertraining anbieten.
„Aus ganz Deutschland haben wir Meister eingeladen“, erzählt Marco Gevatter. Die weiteste Anreise von ihnen hat Gregor Huss. Der Münchner ist Experte für Taekwondo Auch Florian Blümel, Jugendeuropameister im Kunstradfahren 2003, ist ganz aus Ludwigshafen gekommen, um sich für die Benefiz-OHZ-Besucher in den Sattel seines 2500 Euro teuren Spezialrades zu schwingen. Er springt für Peter Rosendahl, dem schnellsten Mann auf dem Einrad, ein. „Das ist doch selbstverständlich“, sagt Blümel. Für den Behindertensport werde viel zu wenig getan.
„Mir hat die Idee sofort gefallen“, sagt Landrat Dr. Jörg Mielke. Als Marco Gevatter und Markus Beyer sich mit ihrem Benefiz- OHZ-Projekt an ihn wandten, habe er die Schirmherrschaft übernommen. Seine Motivation: In der Regel würden sich die „normalen“ Menschen schwer im Umgang mit Behinderten tun. Sie wüssten nicht, wie sie sich ihnen gegenüber verhalten sollten. „Dabei ist das in Wirklichkeit ganz einfach“, sagt der Landrat. Behinderte hätten Bedürfnisse wie alle anderen Menschen – auch das nach Erfolgserlebnissen. Die Special Olympics National Games seien für sie eine tolle Möglichkeit, diese Erfolgserlebnisse zu sammeln. Darum setzt sich Mielke für Benefiz-OHZ ein.

www.osterholzer-kreisblatt.de